Zecken sind kleine Spinnentiere, die vor allem in Wäldern, Wiesen, Parks und Gärten vorkommen. Sie sind lästig und können gefährliche Krankheiten übertragen. Um das Risiko eines Zeckenstichs und möglicher Folgen zu verringern, ist es wichtig, ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen beim Aufenthalt in der Natur zu beachten.
Wo und wann Zecken aktiv sind
Zecken bevorzugen feuchte, schattige Umgebungen. Sie halten sich meist in Bodennähe oder bis zu etwa 1,5 Meter Höhe in der Vegetation auf, also genau dort, wo Beine und Arme beim Spazierengehen, Radfahren und Toben leicht in Kontakt kommen. Von Frühjahr bis Herbst sind sie besonders aktiv. Durch milde Winter können Zecken aber mittlerweile, je nach Region, auch ganzjährig vorkommen.
Kleidung als erste Schutzschicht
Ein effektiver Schutz beginnt schon bei der Wahl der Kleidung. Wenn du dich in der Natur aufhältst, sei es beim Wandern, Gärtnern oder Spielen im Freien, kann es helfen, lange Hosen und langärmelige Oberteile zu tragen. Am besten steckst du die Hosenbeine in die Socken und trägst festes Schuhwerk, damit Zecken keine freie Hautstelle finden. Helle Kleidung macht es außerdem leichter, Zecken zu erkennen, bevor sie zustechen.
Zeckenschutzmittel richtig anwenden
Sogenannte Repellents sind Mittel, die Zecken fernhalten sollen. Sie sollten zusätzlich zur schützenden Kleidung angewendet werden. Die auf Haut oder Kleidung aufgetragenen Zeckenschutzmittel bieten meist einige Stunden Schutz. Achte darauf, das Mittel regelmäßig zu erneuern, besonders nach starkem Schwitzen oder wenn du für längere Zeit unterwegs bist. Lies immer die Packungsbeilage, um das Mittel korrekt und sicher zu verwenden.
Verhalten nach dem Aufenthalt im Freien
Nach dem Aufenthalt in der Natur solltest du deinen Körper und deine abgelegte Kleidung gründlich nach Zecken absuchen. Besonders gern verbergen sie sich an warmen, dünnhäutigen Stellen wie Kniekehlen, Achseln, die Leistengegend, Hals oder hinter den Ohren. Auch bei Kindern solltest du sorgfältig den gesamten Körper kontrollieren, da sie häufiger in direktem Kontakt mit Gras und Sträuchern sind.
Wenn eine Zecke entdeckt wurde, solltest du möglichst schnell handeln. Je früher sie entfernt wird, desto geringer ist das Risiko, das Krankheitserreger übertragen werden. Zum Entfernen eignen sich spezielle Zeckenzangen oder Zeckenkarten, welche die Zecke hautnah greifen, ohne sie zu quetschen. Wichtig ist, die Zecke langsam und kontrolliert herauszuziehen. Drehen oder ruckartige Bewegungen sollten möglichst vermieden werden. Die Einstichstelle sollte danach mit Desinfektionsmittel gereinigt werden. Die Einstichstelle in den folgenden Tagen aufmerksam beobachten.
Impfungen und medizinische Vorsorge
Gegen die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gibt es von mehreren Herstellern eine Impfung. Sie wird vor allem für Menschen empfohlen, die in Risikogebieten wohnen, sich dort regelmäßig im Freien aufhalten und dorthin reisen. Die FSME-Impfung besteht aus mehreren Einzeldosen, die einen langfristigen Schutz bieten können. Gegen die häufiger vorkommende Borreliose gibt es derzeit leider keine Impfung. Hier bleibt nur der Schutz vor dem Stich durch das Tragen der richtigen Kleidung und die frühzeitige Erkennung von möglichen Symptomen.
Symptome ernst nehmen
Tritt nach einem Zeckenstich eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle auf oder es kommt zu grippeähnlichen Symptomen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Je schneller du reagierst, desto besser lässt sich die Erkrankung eindämmen. Dies trifft vor allem auf Borreliose zu, die mit Antibiotika gut behandelbar ist.
Zusammenfassung:
So schützt du dich effektiv vor Zecken
- Meide hohes Gras und Unterholz, vor allem in der Zeckensaison (Frühjahr bis Herbst).
- Trage helle, geschlossene Kleidung, stecke die Hosenbeine in die Socken und trage festes Schuhwerk.
- Nutze Zeckenschutzmittel (Repellents) auf Haut und Kleidung.
- Kontrolliere nach dem Aufenthalt in der Natur deinen Körper gründlich auf Zecken.
- Entferne entdeckte Zecken sofort mit geeignetem Werkzeug.
- Beobachte die Hautstelle und achte auf Symptome wie Rötung oder Fieber.
- Lasse dich gegen FSME impfen, wenn du in einem Risikogebiet wohnst oder dorthin reist.
- Suche bei Verdacht auf eine Infektion frühzeitig ärztlichen Rat.
Quellen und weiterführende Links
Robert Koch-Institut (RKI): https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/F/FSME/FSME.html
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/zecken/
Deutsches Grünes Kreuz e.V.: https://www.dgk.de/presse/gesundheitstipps/zecken-borreliose.html

























