Ein Sonnenbrand kann entstehen, wenn die Haut zu viel UV-Strahlung durch die Sonne abbekommt. Dabei entzünden sich die obersten Hautschichten, was sich durch Rötung, Hitzegefühl, Schmerzen und manchmal auch Blasenbildung äußert. Besonders im Sommer unterschätzen viele die Kraft der Sonne oder bemerken das Einwirken bei leicht bewölktem Himmel oder Wind nicht sofort. Wenn es dennoch zu einem Sonnenbrand gekommen ist, ist es wichtig, richtig zu reagieren, um die Haut zu beruhigen und die Heilung zu fördern.
Erste Maßnahme: Raus aus der Sonne
Sobald Du merkst, dass Deine Haut rot wird oder sich heiß anfühlt, solltest Du Dich umgehend aus der Sonne entfernen. Die UV-Strahlung der Sonne setzt dem bereits geschädigten Gewebe weiter zu und kann die Entzündung weiter verschlimmern. Ein schattiger Ort oder besser noch ein Innenraum bieten Deiner Haut jetzt die nötige Ruhe.
Kühlung bringt schnelle Linderung
Kälte kann dabei helfen, die durch die Sonneneinstrahlung entzündete Haut zu beruhigen und das Spannungsgefühl zu reduzieren. Du kannst mehrmals täglich für jeweils 10 bis 15 Minuten feuchte, kühle Tücher auf die betroffenen Stellen legen. Auch ein kühles Bad oder eine sanfte, lauwarme Dusche kann angenehm sein, wenn der Sonnenbrand großflächiger ist. Wichtig: Vermeide eiskaltes Wasser oder gar Eiswürfel direkt auf der Haut. Das kann zu Kälteschäden auf der Haut führen und eine zusätzliche Reizung verursachen.
Feuchtigkeit ist jetzt besonders wichtig.
Sonnenverbrannte Haut verliert viel Feuchtigkeit und braucht Unterstützung von außen. After-Sun-Produkte mit Aloe Vera, Panthenol oder Kamille helfen, den Feuchtigkeitshaushalt auszugleichen und Entzündungen zu lindern. Wenn Du keine spezielle Lotion zur Hand hast, kann auch ein fettfreies, leichtes Gel auf Wasserbasis helfen. Verzichte auf Produkte mit Alkohol, Duftstoffen oder Menthol, da diese die ohnehin schon belastete Haut zusätzlich reizen oder austrocknen können.
Viel trinken unterstützt die Heilung von innen.
Durch den Sonnenbrand nimmt der Körper nicht nur an den betroffenen Stellen Schaden, sondern verliert insgesamt mehr Wasser. Um die Regeneration der Haut zu fördern, solltest Du besonders viel Flüssigkeit zu dir nehmen. Wasser, ungesüßter Tee oder verdünnte Fruchtsäfte sind ideal und helfen dem Körper, die Haut von innen heraus zu versorgen.
Ruhe und Schutz für die Haut
In den nächsten Tagen ist es besonders wichtig, dass Du die Haut keiner weiteren UV-Strahlung aussetzt. Trage lockere Kleidung, die die verbrannten Stellen bedeckt, am besten aus Baumwolle oder Leinen. Direkte Sonneneinstrahlung solltest Du komplett vermeiden. Bis sich die Haut regeneriert hat, kann es je nach Schwere des Sonnenbrands aber einige Tage dauern.
Was Du bei einem Sonnenbrand besser vermeidest
Es gibt einige Dinge, die bei Sonnenbrand eher schaden als nützen. Dazu gehören fetthaltige Cremes oder Öle, wie etwa Kokosöl oder Vaseline. Sie können einen Hitzestau erzeugen und die Entzündung verschlimmern. Auch Hausmittel wie Quark oder Joghurt werden zwar oft empfohlen, sind aber kritisch zu sehen: Sie können Keime auf die geschädigte Haut bringen und so Infektionen begünstigen.
Ebenfalls tabu sind aggressive Seifen, Peelings oder alkoholhaltige Gesichtswasser. Deine Haut ist durch den Sonnenbrand empfindlich und braucht schonende Pflege. Auch solltest Du keinesfalls an der sich schälenden Haut zupfen, da das den natürlichen Heilungsprozess stört.
Wann zum Arzt?
Ein leichter Sonnenbrand heilt bei optimaler Pflege meist innerhalb weniger Tage ab. Wenn aber Blasen auftreten, starke Schmerzen bestehen oder Fieber dazukommt, solltest Du ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Besonders wenn große Hautflächen betroffen sind und bei Kindern sollte ein Arztbesuch in Betracht gezogen werden.
Sonnenbrand vorbeugen ist der beste Schutz.
Auch wenn es um Linderung geht: Am besten ist es, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, schützende Kleidung, Sonnenhüte und das Meiden der Mittagssonne helfen dabei, die Haut langfristig zu schützen. UV-Schäden summieren sich im Laufe der Jahre und erhöhen das Risiko für Hautkrebs. Es ist also ratsam, lieber rechtzeitig vorzusorgen.
Zusammenfassung:
Das hilft bei Sonnenbrand
- Sofort aus der Sonne gehen, um weiteren Schaden zu vermeiden
- Kühlen mit feuchten Tüchern oder lauwarmem Wasser, aber kein Eis direkt auf die Haut
- Feuchtigkeitsspendende Lotionen oder Gele auftragen, ohne Duft- oder Reizstoffe
- Viel trinken, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen
- Haut schonen und vor weiterer Sonne schützen
- Keine fetthaltigen Cremes oder Hausmittel wie Quark verwenden
- Bei starken Symptomen ärztliche Hilfe suchen
Quellen und weiterführende Links
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): https://www.krebsinformationsdienst.de
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): https://www.infektionsschutz.de/haut/sonnenbrand.html
Stiftung Warentest – Tipps gegen Sonnenbrand: https://www.test.de/Sonnenbrand-das-hilft-wirklich-4880477-0/





















